Anleitung zum Rasiermesser Schärfen

Hier wollte ich euch eine Anleitung schreiben, die euch zeigt wie ihr ein Rasiermesser schärfen könnt. Ich schreibe mit Absicht könnt und eine Anleitung, da es viele Wege zum Ziel gibt und jeder seine Messer anders erfolgreich scharf bekommt.

Bevor ihr mit dem Schärfen beginnen könnt, müsst ihr euch überlegen mit was ihr schärfen wollt, es gibt sehr viele verschiedene Arten von Schleifsteinen, es gibt natürliche und synthetische Schleifsteine.

Ausserdem gibt es noch billig Sets aus Ebay, von denen ich ausdrücklich abrate. Unter Handwerkern sagt man:

“wer billig kauft, kauft zweimal”.

Beim Kauf von Schleifsteinen, stimmt das leider zu 100 Prozent. Ich hatte vor kurzen, einen äusserst günstigen Schleifstein ausprobiert und habe sofort die Quittung dafür bekommen.

Ein sehr altes Rasiermesser wurde zerkratzt, statt geschärft und ausserdem hat es noch einen Haarriss erlitten.

Sowas ist wirklich ärgerlich und lässt sich ganz einfach vermeiden, indem man einfach gutes Equipment kauft.

Man muss bedenken, dass man so Schleifsteine nur einmal kauft, Schleifsteine halten ein Leben lang und bei ordnungsgemäßen Gebrauch, können Sie über mehrere Generationen genutzt werden

Also wirlich lieber einmal mehr investieren, so spart man im Endeffekt Nerven und auch Geld.

Jetzt aber endlich zum Schärfen:

Grundausstattung zum Rasiermesser schärfen:

Naniwa Superstones, Klebeband, Nagura Reinigungsstein, rutschfeste Unterlage.

Naniwa Superstones, Klebeband, Nagura Reinigungsstein, rutschfeste Unterlage.

– Entweder synthetische oder natürliche Schleifsteine, inklusive Anreiber. (Eine kleine Auswahl von häufig für Rasiermesser genutze Schleifsteine findet ihr unter der Anleitung).

– Eine Lupe ca. 30-60 fache Vergrößerung oder ein USB Mikroskop um die Facette an der Schneide zwischendurch zu kontrollieren und um die Fortschritte zu sehen.

– Eine rutschfeste Unterlage damit die Steine nicht verrutschen bei der Arbeit.

– Wasserfesten Edding zum Schneide makieren.

– Pastenriemen (Infos unter Anleitung)

ODER sehr feinen Abschlussstein:

(Escher oder einen feinen Schiefer oder für kleines Geld: Chinesischen Schleifstein)

– Bisschen Geduld und Interesse.

Grundsätzliches zum Schärfen:

– Rasiermesser werden auf den Wassersteinen geschärft, lasst euch nix anderes erzählen.

– Polierarbeiten etc sollten auf alle Fälle schon vor dem Schärfen gemacht werden.

– Messer werden nur auf Steinen geschärft und nachgeschärft, NIEMALS auf dem Pastenriemen nachschärfen, so wird das Messer ballig und ihr habt noch mehr Arbeit beim Facette neu aufbauen.

– Die Steine werden vor dem ersten Gebrauch mit Nassschleifpapier abgerichtet. (Anleitung siehe ganz unten).

– Die Steine je nach Steinart, ca. 15 Minuten ins Wasser legen, bis keine Blässchen mehr aufsteigen. Bei den Naniwas Superstones reicht gut befeuchten.

– Wurde das Messer auf den Steinen zuwenig geschärft, ist es nicht richtig scharf, wurde es zuviel geschärft auf, ist es überschärft und der empfindliche Grat an der Schneide knickt bei der Rasur um. Daher muss man immer schauen/hören/fühlen wann das Messer auf den Stein fertig ist, um auf den nächsten zu kommen, oder fertig zu sein.

– Bevor man anfängt zu schärfen, muss man erst das Messer kontrollieren, um zu sehen in welchen Zustand es sich befindet, hat es Ausbrüche, Haarrisse oder Ähnliches, muss man mit einem groben Stein diese erst rausschleifen.

Für solche Arbeiten empfehle ich die Naniwa Superstones 400 oder 800 (dauert länger), oder den King Stone 1000.

Ihr könnt natürlich auch einen anderen benutzen.

Ich persönlich würde euch aber gerade am Anfang raten, nicht zuviel auszutesten, sondern lieber auf schon bewehrte Mittel zurückzugreifen.

– Nach der Kontrolle wird erstmal der Rücken des Messers mit Klebeband bzw Isolierband abgeklebt, ansonsten würde man auch vom Klingenrücken Material abtragen und der Schärfwinkel würde sich verändern. Das kann zur Folge haben, dass man das Messer nicht mehr so leicht scharf bekommen würde.
Einfach mit Klebeband bzw Isolierband abkleben, beim Abkleben darauf achten, dass der Rücken mittig aufliegt und das Klebeband richtig glatt aufgeklebt ist. Ansonsten nutzt sich das Klebeband beim Schärfen schneller ab.

Einfach mit Klebeband bzw Isolierband abkleben, beim kleben darauf achten dass der Rücken mittig aufliegt. Hier wird das Klebeband abgeschnitten, ihr könnt auch ein scharfes Messer benutzen zum schneiden. Bitte achtet drauf dass nix übersteht.

Einfach mit Klebeband bzw Isolierband abkleben, beim kleben darauf achten dass der Rücken mittig aufliegt.

Anschliessend einfach das überstehende Klebeband, mit Hilfe einer Schere, oder eines scharfen Messers abschneiden.

Hier wird das Klebeband abgeschnitten, ihr könnt auch ein scharfes Messer benutzen zum schneiden. Bitte achtet drauf dass nix übersteht.

Hier wird das Klebeband abgeschnitten, ihr könnt auch ein scharfes Messer benutzen zum schneiden. Bitte achtet drauf dass nix übersteht.

– Bei Ausbrüchen, Haarrissen, balligen (abgerundeten), konkaven Schneiden fangen wir mit unserem gröbsten Stein an und schleifen diese raus.

– Zum nur Nachschärfen fangen wir ca. mit dem 3000 er an, aber das machen wir wirklich nur wenn wir selbst die Facette bei dem Messer gesetzt hatten, ansonsten fangen wir bei jedem Messer immer erst mit dem 1000 er an.

– Der wichtigste Schritt beim Schärfen, ist auf dem 1000er Stein, der Rest auf den folgenden Steinen, ist nur die Feinpolitur und der Erfolg hängt zum grössten Teil von der Gründlichkeit auf dem 1000er ab.

Auch Schleifsteine brauchen Pflege, nach Gebrauch einfach mit Wasser abspülen, anschliessend mit dem Nagura die Poren freimachen und nochmal mit Wasser abspülen.

Mit dem Reinigungsstein in kreisenden Bewegungen den Stein anreiben.

Mit dem Reinigungsstein in kreisenden Bewegungen den Stein anreiben.

Anleitung zum Schärfen:

Nachdem wir uns das Messer angeschaut haben, wissen wir jetzt in welchem Zustand es sich befindet und wählen den richtigen Anfangsstein.

Wir markieren jetzt die komplette Schneide entlang, mit einen WASSERFESTEN Edding.

Anschliessend legen wir das Messer komplett, mit Schneide und Rücken, auf die Steine und üben nur soviel Druck aus, dass das Messer nicht kippelt.

So, jetzt schieben wir das Messer, mit der Schneide vorraus, gerade über den Stein.

Wir beobachten die ganze Arbeit über das Wasser auf dem Stein, so sehen wir wo das Messer guten Kontakt zum Stein hat und wo nicht.

Sollte der Stein nicht breit genug sein, für die komplette Klingenlänge, einfach das Messer bisschen schräg, über den Stein schieben, trotzdem aber mit geraden Schüben.

Dass machen wir jetzt so lange, bis der Edding überall weg ist, inzwischen müssten wir auf der anderern Seite der Schneide, einen Bart fühlen können, dieser Bart MUSS auf der gesamten Länge, bis zur Spitze, mit dem kleinen Finger zu spüren sein.

Sollte der Bart irgendwo noch nicht zu spüren sein, müsst ihr diese Stelle mit geraden oder Bogenschüben noch mehr betonen.
Ansonsten ist dort die Facette noch nich komplette gesetzt.

(Wenn ihr eine Lupe oder ein Mikroskop habt, kontrolliert immer wieder euren Fortschritt um zu sehen was da passiert, zum Einen sehr interessant, zum Anderen sehr hilfreich).

Gerade Schübe machen und die Fläche komplett nutzen.

Mit geraden Schüben die Fläche des Steins komplett nutzen.

Das Messer bisschen schräg aufliegend, gerade Schübe machen und die Fläche komplett nutzen.

Das Messer wenig schräg aufliegend, gerade Schübe machen und die Fläche komplett nutzen.

Wenn das Klebe- Isolierband durchgeschliffen ist dann ersetzen wir es durch neues.

Jetzt ist die andere Seite dran, also Messer über den Rücken wenden und dort das gleiche Spiel bis wir den Bart auf der anderen Seite die komplette Schneide entlang fühlen.

Es ist wirklich sehr, sehr, sehr wichtig das ihr die Arbeit auf dem 1000 er gründlich und genau ausführt, ansonsten bekommt ihr kein gutes Ergebnis zustande.

Nachdem wir jetzt die Facette beidseitig und auf kompletter Klingenlänge gesetzt haben, machen wir jetzt ca. 10 Wechselschübe, das heißt:

Wir schieben das Messer mit der Schneide vorran, wenden über den Klingenrücken und ziehen es mit der Schneide vorran wieder zu uns zurück. Das machen wir um den Bart wieder zu entfernen, denn auf den folgenden Steinen wird nur poliert nicht mehr geschliffen.

Rasiermesser werden NUR über den Klingenrücken gewendet.

Rasiermesser werden NUR über den Klingenrücken gewendet.

Unseren ersten Schärfetest machen wir, indem wir schauen ob das Messer Arm- Beinhaare schon gut rasiert, ist dass nicht der Fall, stimmt etwas nicht und es muss noch nachgeschliffen werden an den Bereichen der Klinge wo es noch nicht rasiert. Um bestimmte Klingenbereiche zu betonen könnt ihr Bogenschübe oder gerade Schübe anwenden.

Gerade Schübe Klingenbereiche betonen

Mit solchen geraden Schüben könnt ihr einzelne Klingenbereiche betonen.

Hier sieht man Bogenschübe, um zb die Messerspitze oder andere Bereiche zu betonen.

Hier sieht man Bogenschübe, um zb die Messerspitze oder andere Bereiche zu betonen.

Nun erneuern wir das Tape und wechseln auf den zweiten Stein, in meinen Fall einen 3000.

Ab jetzt machen wir nur noch Wechselschübe, bis wir mit mit unserer Lupe sehen das die Kratzspuren des vorherigen Steins alle entfernt sind, dann wechseln wir wieder das Klebeband und wechseln auf den 5000er, abschließend auf den 8000er. Habt ihr keine Lupe müsst ihr euren Stein und den Abtrag beobachten und fühlen wann ihr fertig seid.

Das Gefühl kommt mit der Zeit und der Übung, jedoch würde ich gerade am Anfang unbedingt zu einer Lupe raten und wenn es nur eine günstige 60 fache aus Ebay ist (kostet meistens unter 10€).

Inzwischen müsste euer Messer schon sehr scharf sein, jetzt kommt noch das Finish, entweder mit einem Pastenriemen oder einem Naturstein.

Bitte aufpassen beim Umgang mit dem Pastenriemen, macht erstmal 10 Züge pro Seite, bei Bedarf nochmal 5 Züge und ledert lieber langsamer aber genau.

Ein Lederriemen wurde von mir mit Chromoxid bestrichen.

Ein Lederriemen wurde von mir mit Chromoxid bestrichen.

Natur- Abschlusssteine sind hervorragende Anschlusssteine, von links nach rechts:
Schieferstein, alte Thüringer

Ich persönlich empfinde Messer die mit einem Pastenriemen geledert wurden, aggresiver als nach einem Natursteinfinish. Ausserdem besteht bei Pasten die Gefahr, das Messer ballig zu ledern oder zu überschärfen, in beiden Fällen müsst ihr wieder beim 1000er Stein anfangen.

Jetzt kommt der Haartest, ihr nehmt zwischen Daumen und Zeigefinger ein Haar an der Spitze und schneidet es durch. Wichtig ist dass ihr die Schneide richtung Haarwurzel einhakt. Der Haartest ist allerdings nur ein Indiz für Schärfe, sicher sagen ob das Messer scharf ist, kann man erst nach der Rasur.

Nun wird das Rasiermesser jetzt noch 100 mal auf blanken Leder geledert, achtet beim Ledern bitte immer auf die korrekte Ausführung, die Geschwindigkeit ist Nebensache.

Ich habe auch eine Anleitung zum Ledern geschrieben:

(Hier klicken um zur Anleitung zu gelangen).
Schleifsteine abrichten:

Jeder Schleifstein sollte vorm ersten Gebrauch abgerichtet werden, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Messer nicht korrekt aufliegt.

Um zu sehen ob ein Stein plan ist, legt ihn einfach auf eine ebene Fläche, wie zb Glasplatte oder einen Spiegel. Jetzt könnt ihr ganz leicht sehen ob er plan ist, wenn zwischen Platte und Stein ein Schlitz ist, muss der Stein abgerichtet werden.

Als kleine Hilfe zum Abrichten, könnt ihr Karomuster auf den Stein zeichnen mit Bleistift, so seht ihr wo ihr schon durchgeschliffen habt und wo nicht.

Zum Abrichten braucht ihr nur eine glatte Fläche wie zb Glastisch, Spiegel und Nasschleifpapier (zur Not geht auch normales Schleifpapier dieses muss aber festgehalten werden da es sich in Wasser sonst auflöst).

Gebt einfach einen Schuss Wasser auf die Glasplatte, legt das Schleifpapier drauf und streicht es schön glatt.

Wenn es sich schön festgesaugt hat, könnt ihr loslegen und den Schleifstein darauf schleifen.
Je nachdem um was es sich für einen Stein handelt, beginne ich mit gröberen Schleifpapier und bei feinen Schleifsteinen mache ich den Rest noch mit feinen Schleifpapier.

Hier sieht man wie ich meinen Schleifstein auf Schleifpapier in kreisenden Bewegungen abrichte.

Hier sieht man wie ich meinen Schleifstein auf Schleifpapier in kreisenden Bewegungen abrichte.

Tipps zu synthetischen Schleifsteinen:

Der Klassiker unter den synthetischen Steinen sind die Naniwa Superstones, diese kosten ca. 150€ um alle Körnungsbereiche damit abzudecken, also 800/5000 Kombinationsstein und 3000/8000. Ich persönlich finde die Steine einfach gut, da man mit dieser Kombination und ein bisschen Übung sehr scharfe Rasiermesser hinbekommt.

Der King Stone 1000/6000 soll auch echt gut sein und kostet 50€. Dabei sollte man sich aber Gedanken machen was man zwischen 1000 und 6000 einsetzt und was man für einen Abschlusstein nach dem 6000 er einsetzt.
Mir persönlich war die Rasur nach dem 6000 er nicht sanft genug, man kann danach noch Pasten zum Einsatz bringen.

Natürliche Schleifsteine:

GBB=Gelber belgischer Brocken:

Der gelbe Belgische Brocken hat eine Körnung bis 8000, ist in vielen verschiedenen Qualitätsstufen erhältlich. Beim Schärfen benutzt man Wasser, der GBB wird mit einem GBB Anreiber angerieben, damit sich die Schleifpartikel lösen und sich der Schleifschlamm bildet. Während des Schärfens wird der Schleifschlamm dann immer mehr mit Wasser verdünnt bis man zum Schluß nur noch mit Wasser schärft und somit eine gute polierende Wirkung erzielt. Der GBB hat den Vorteil dass er auch für sehr harten Stahl geeignet ist, ausserdem auch bis zum Abschluss genutzt werden kann. Für die Vorarbeit und um die Facette zu setzen sollte ein 1000er synthetischer Stein genutzt werden.

Kosten: ab 30€-150€ erhältlich, je nach Qualität und Größe.

Körnung: ca. bis 8000 schwer zu bestimmen bei natürlichen Steinen.

Schiefersteine:

Schiefersteine gibt es sehr viele verschiedene, manche eignen sich hervorragend als sehr feine Finisher, manche sind aber zu grob. Schiefersteine werden angerieben mit einem Stück aus dem gleichen Stein oder einer Diamant- Schleifplatte bis feiner Schleifschlamm entsteht. Anschließend beim Schärfen wird der Schleifschlamm immer weiter verdünnt bis man nur noch mit Wasser schleift.

Kosten: je nach Größe und Art ca. ab 20€-150€ erhältlich

Körnung: ca.10000 schwer zu bestimmen bei Natursteinen

Escher und ähnliches:

Sind antike Schleifsteine die ab 1790 in Sonneberg/Thüringen abgebaut wurden, leider werden diese seit sehr langer Zeit nicht mehr abgebaut. Es gibt verschiedene Escher: Blau, braun, gelb, grün, die aufgrund der sehr guten Schleifergenschaften sehr beliebt sind. Es gibt auch sehr alte Thüringer Schleifsteine die den Eschern sehr ähnlich sind, aber eben nicht von der Firma Escher kommen.

Kosten: Glückssache

Körnung: ca. über 10000 schwer zu bestimmen bei Natursteinen

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14 Kommentare zu “Anleitung zum Rasiermesser Schärfen

  1. Schöne Anleitung, danke! Du sprichst von einem USB Mikroskop: Kannst Du vielleicht verraten, welches Mikroskop du verwendest, um die Schneide zu beurteilen?

    • Hallo Jan, ja ich habe ein günstiges Mikroskop aus dem Lidl Onlineshop. Findest recht schnell wenn du in Google Mikroskop lidl eingibst. Kostet um die 30€.
      Aber ein Taschenmikroskop aus ebay für 5€ tut’s auch zum ausprobieren 🙂

  2. hallo tom, zum beginn der anleitung schleifst du auf dem 1000er stein. Der pfeil auf dem stein zeigt nach hinten. Heißt das, du machchst keine wechselschübe, sondern hebst das rasiermesser hinten wieder vom stein ab und beginnst wieder vorne?

    • Hi,
      Der Pfeil sollte nur die Laufbahn zeigen. Auf dem 1000er mache ich hin und zurück Bewegungen ohne das Messer zu wenden bis auf der gesamten Schneide ein Bart zu ertasten ist.
      Und dieser Bart muss auf der gegenüberliegenden Seite von Spitze bis Ende zu ertasten sein, weil erst dann kann man sicher sein, das man durchgeschärft hat.
      Das gleiche Spiel macht man auf der anderen Seite dann auch und anschließend wird der Bart entweder mit Wechselschüben entfernt oder man zieht die Schneide ohne Druck durch ein Stück weiches Holz um den Bart zu entfernen und macht anschließend nochmal Wechselschübe.

  3. Sich mit dem Rasiermesser zu rasieren, kann schon ziemlich gefährlich werden, vor allem wenn die Klinge unscharf ist. Je schärfer desto besser! Mit dieser Anleitung wird es bei jedem erfolgreich klappen. Top

  4. Super Anleitung! Eine der besten die ich je gelesen habe!
    Einzig bei dem Tape um den Schneidenwinkel beizubehalten. Hier bin ich anderer Meinung: Ein Rasiermesser liegt beim Schleifen bei 2 Punkten auf, vorne auf der Schneide und am Rücken. Wird der Rücken nun durch ein Tape geschützt, schleift man mit der Zeit vorne die Schneide zu und der Schneidenwinkel wird größer. Schleift man aber auch den Rücken zu bleibt der Schneidenwinkel gleich. Ist im Endeffekt ein Dreieck wo man einmal eine Ganze Seite schleift und mit Tape ändert man nur die höhe – Im übertragenen Sinne 🙂
    Dazu ist der Schneidenwinkel mit Tape größer.
    Meiner Meinung nach ist der einzige Grund für ein Tape um ein evtl. schön verziertes Rasiermesser zu schützen.

    Gruß Thomas

    • Hallo Thomas,
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Da gebe ich dir natürlich recht, ausser vielleicht bei derben englischen Messern.
      Aber es ging mir einfach um eine einfache Anleitung für Anfänger und ich hatte mich da einfach für Klebeband entschieden, damit letztendlich dann alles abgedeckt ist:
      Englische Messer, solinger, Zierrücken usw.
      Letztendlich ist das mit dem abkleben halt auch wieder ne Glaubensfrage, weil soviel schärft man seine Messer ja auch nicht das da wirklich das mit der Geometrie zu spüren wäre. Viele Grüße

  5. Hallo Tom,

    ist jetzt schon eine Weile her, aber trotzdem: super Anleitung. Besser als alle mir bekannten „Komplettanleitungen“, die man verstreut findet. Im Nassrasur-Forum (dort Bartistos Beiträge; und bestimmt auch bei gut-rasiert) findet man die Infos (und noch mehr) natürlich auch, aber du hast es übersichtlich und verständlich in einem Block zusammengefasst. Man muss sich nicht durch hunderte Beiträge wühlen.

    Vielen Dank und Daumen hoch!
    Phil

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