Belgischer Brocken Test/Review

Hallo liebe Leser,

heute wollte ich euch etwas über meinen neuen Schleifstein, dem gelben belgischen Brocken erzählen und wo ihr einen solchen wunderbaren Schleifstein und individuelle Beratung bekommt.

Wer meinen Beitrag zum Rasiermesser schärfen gelesen hat, der weiß, dass ich bisher nur auf synthetischen Schleifsteinen geschärft habe.

Ausnahmen waren meine feinen Finisher, die mich aufgrund der guten Ergebnisse und der leichten Handhabung einfach begeistert haben, also durfte ein belgischer Brocken (Coticule) natürlich nicht in meiner Sammlung fehlen.

 

Zuerst ist es natürlich mal interessant zu wissen, was ist ein gelber belgischer Brocken (Coticule) überhaupt, welche Vorteile bietet er mir, woraus besteht er und wie arbeitet er?

Die Geschichte des Abbaus in den Gruben der belgischen Ardennen ist nachweisbar seit knapp 2000 Jahren, durch den römische Schriftsteller Plinius der Älteren.

In den ca. 480 Millionen jahre alten, graugelben Sedimentgestein aus vulkanischen Aschen, sind Unmengen feinster Granate, die durch ihre Härte und ihre besondere Form hervorragend zum Schärfen geeignet sind.

Durch anreiben des belgischen Brockens, werden diese Granate freigesetzt, der belgische Brocken hat mehr Biss und trägt schneller Material ab.
Durch die Härte der Granate wird der gelbe belgische Brocken mit jeder Stahlsorte fertig.

Benutzt man ihn aber nur mit klarem Wasser, ist es ein sehr feiner Stein und bestens geeignet um Rasiermessern den feinen letzten Endschliff zu verpassen, durch die besondere Form der Granate, deren Oberfläche in Facetten aufgeteilt ist (ähnlich wie bei einem Fußball), entsteht beim schärfen an der Schneide kein Grat, sondern eine Politur und diese Politur verlängert die Standzeit der Schärfe bei den Messern.

Also ein Multitalent, welches schon seit sehr langer Zeit zum schärfen genutzt wird…

 

Also hatte ich mir mal überlegt, welcher belgischer Brocken erfüllt meine Anforderungen?

– Welche Größe soll der Brocken haben?

– Soll es ein blauer oder doch lieber ein gelber Belgier werden?

– Ein alter oder doch lieber ein neuer?

 

Fragen über Fragen, wer kann da mehr helfen als ein Profi, der seit 15 Jahren die Steine nach Deutschland importiert?

Also habe ich einfach den Belgischen Brocken Vertrieb kontaktiert, der nette Herr Lindner hatte mich dann wirklich kompetent beraten, ich entschied mich für einen neuen Brocken, weil ich nicht erst noch auf ein passendes Angebot in Ebay etc warten wollte und weil der Herr Lindner mir wirklich tolle Steine angeboten hatte.

Dadurch das ich meine Rasiermesser auf den Brocken schärfen und finishen will, riet mir Herr Lindner zu einem gelben belgischen Brocken in Größe 9, weil die feinen Brocken den Körnungsbereich von 1000-8000 komplett abdecken.

Es gibt auch bei Belgischen Brocken Qualitätsunterschiede.
Der Unterschied zwischen extra-fein und extra-extra-fein, ist rein optischer Herkunft, also weisen extra-fein, kleine optische Mängel auf, welche die Schärfeigenschaften aber nich beeinträchtigen.

Auf den ersten Blick erscheinen die gelben belgischen Brocken teurer als die synthetischen Steinen, was aber eigentlich totaler Unsinn ist, denn man kauft sich einen gelben Belgier und deckt damit alle Körnungsbereiche ab, ausserdem braucht man danach keinen Finisher etc mehr und das mir so unsympathische gepaste spart man sich ausserdem.

Wer sich einen belgischen Brocken kaufen will, sollte sich einfach bei Herr Lindner melden um sich beraten zu lassen, der Mann versteht und liebt sein Handwerk.

 

Jetzt aber weiter zu meinen Einkauf :-)…

 

Gekauft hatte ich dann:

Einen Naturbelassenen gelben Brocken aus der selten Schicht Les Latneuses, nicht auf Schiefer verklebt, in den Traummaßen 15,5cm Länge auf 5,5cm Breite.

Naturbelassener gelber belgischer Brocken

Naturbelassener gelber belgischer Brocken

Doch die liebe DHL gönnte mir meinen neuen Stein wohl nicht, denn als er bei mir ankam war er leider zerbrochen und ich war den Tränen wirklich nahe, da es sich um ein Unikat handelte…

Hier sieht man die Bruchstelle und auf welche Kante der Brocken dem Paketdienst wohl gefallen ist.

Hier sieht man die Bruchstelle und auf welche Kante der Brocken dem Paketdienst wohl gefallen ist.

Als der Schock sich bisschen gelegt hatte, hab ich den Herrn Lindner eine Email geschrieben, der mir dann sofort freundlich seine Handynummer mit der Bitte ihn sofort anzurufen geschrieben hatte. (Um 20.30Uhr)!!

Sowas finde ich wirklich bemerkenswert, denn es kann immer zu Problemen kommen, weil es auf Postwegen nicht beeinflußbar ist, aber guter Service zeichnet sich durch die Problemlösung aus und wie damit umgegangen wird, in meinem Fall, hab ich den Brocken zurückgeschickt und sofort Ersatz geschickt bekommen.

Hier zu sehen, ist mein neuer gelber belgischer Bankstein mit Zertifikat, Broschüre und Schärfanleitung.

Hier zu sehen, ist mein neuer gelber belgischer Bankstein mit Anreibestein, Zertifikat, Broschüre und Schärfanleitung.

Der neue Stein wurde sofort getestet:

Also die letzten Abende gleich mal den neuen Bankstein getestet, getestet wurde er beim Schärfen von mehreren Rasiermessern, 2 Messer wurden aufgefrischt und bei 2 wurde die Facette komplett neu aufgebaut und geschärft mit dem neuen gelben Belgier.

 

Angewandt habe ich zwei verschiedene Methoden, zum Schärfen von Rasiermessern auf dem Coticule, hier die Links zu den sehr interessanten und leicht umsetzbaren deutschen Anleitungen.

– die UniCot Methode

– die DiluCot Methode

Die Messer wurden alle sehr scharf, beim ersten Messer hatte ich etwas Schwierigkeiten, welche einfach auf die wenige Erfahrung mit belgischen Brocken zurückzuführen ist.

Als ich die anderen fertig hatte, hab ich mir das erste nochmal vorgenommen und musste erkennen, dass ich zuvor den Schleifschlamm einfach zu dick werden ließ, was zu folge hatte, dass der Brocken stark abtragend und nicht fein war.

Ich denke mit etwas Übung werde ich mit den gelben Belgier noch sehr tolle Messer hinbekommen, meine synthetischen Steine sind ab jetzt im Urlaub, ausser der 400er und der 1000er Naniwa, der wird weiterhin zum Facette setzen genutzt.

Ich bin wirklich beeindruckt, mit nur einem Stein sind absolut alle Bereich abgedeckt, wirklich hervorragend, denn ein Finisher ist danach echt nicht mehr nötig.

Wenn man mit dem gelben Belgier fertig ist, geht man einfach noch mit 60 Zügen über die Leinenseite des Riemens, nach 100 Zügen übers blanke Leder, voilá fertig und man hat ein sehr gründliches, scharfes und trotzdem aber sanftes Rasiermesser geschaffen…

 

Ich hab den Herrn Lindner mal gefragt, wie er zu den Brocken gekommen ist hier ein bisschen Hintergrundwissen zu Steffen J. Lindner von Belgischerbrocken.de:

Der Herr Lindner lernte die belgischen Brocken, vor 15 Jahren auf der Handwerksmesse in München kennen, auf der Suche nach einer effektiven und schonenden Methode, um sein japanisches Küchenmesser (Santoku) zu schärfen.

Denn das Ergebnis mit dem Wetzstahl war mehr als deprimierend, der dadurch entstandene Grat, brach beim Gebrauch immer wieder ab, ein ewiger Kreislauf, ohne wirklich die gewünschte Schärfe zu erreichen.

Vom Wetzstahl zu den synthetischen Schleifsteinen getrieben, lernte er 1999 auf der Handwerksmesse den belgischen Brocken kennen, welcher nach längerer Abstinenz auf dem Markt, wieder in den Ardennen abgebaut wurde.

Seitdem trifft man Herrn Steffen J. Lindner auf verschiedenen Messen, auf denen er den belgischen Brocken vorführt und Kunden diesen tollen Stein präsentiert.

 

Ich zitiere Herr Lindner an dieser Stelle:

Ich war so begeistert von dem Produkt, dass ich mich sprichwörtlich in den belgischen Brocken verliebte und die Vorzüge dieses Produktes vielen Kunden aufzeigen wollte.

Es ist die einfache Anwendung mit dem hervorragenden Ergebnis die Kunden überzeugt.

Mein Santokumesser ist nach 15 Jahren regelmäßigen Einsatz, so gepflegt und ohne Kratzer, wie am ersten Tag.

 

Kaufen könnt ihr diese wundervollen Steine wie schon geschrieben auf: Belgischerbrocken.de,

solltet ihr Fragen zu den Steinen etc haben, schreibt am besten direkt den Herrn Lindner an:

info@belgischerbrocken.com

 


 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben, was diesen tollen Stein angeht.

Ich werde meinen auf keinen Fall mehr hergeben, im Gegenteil, werde mir wahrscheinlich irgendwann noch weitere belgische Brocken holen.

Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, lasst es mich wissen, am besten indem ihr mir einen Kommentar schreibt.

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